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Ratgeber WasserquelleBewässern mit Brunnen oder Zisterne.

In Berlin und Brandenburg holen viele Gärten ihr Wasser aus dem eigenen Brunnen oder aus Regenwasser. Was dabei zählt und wie eine Beregnungsanlage dazu passt.

Tropfleitungen versorgen ein Blumenbeet mit Wasser
Wasser aus dem GartenBrunnen und Zisterne sinnvoll einbinden
Kurz gesagt

Brunnen und Zisterne lassen sich gut mit einer Beregnungsanlage kombinieren. Entscheidend ist, wie viel Wasser die Pumpe liefert und mit welchem Druck. Danach richtet sich, wie viele Regner gleichzeitig laufen und wie die Zonen geschnitten werden. Regenwasser darf nie direkt mit dem Trinkwassernetz verbunden werden.

Drei Wasserquellen

Welche passt zu Ihrem Garten?

Hauswasser

Der einfachste Anschluss, Druck und Menge sind meist bekannt.

Ideal für
kleinere Gärten und als Reserve, wenn Brunnen oder Zisterne nicht reichen
Darauf achten
Trinkwasser kostet, Abwasser lässt sich in Berlin über einen Gartenwasserzähler sparen

Gartenbrunnen

Grundwasser aus dem eigenen Grundstück, in Brandenburg weit verbreitet.

Ideal für
große Rasenflächen und Gärten mit hohem Wasserbedarf
Darauf achten
Fördermenge, Druck, Eisen im Wasser und die Anzeige bei der Wasserbehörde

Zisterne

Regenwasser vom Dach: weich, kalkfrei und kostenlos.

Ideal für
Beete, Hecken und Kübel mit Tropfbewässerung
Darauf achten
Vorrat in langen Trockenphasen und Nachspeisung nur über freien Auslauf
Gartenbrunnen

Drei Punkte, die über alles entscheiden.

Fördermenge und Druck

Die Pumpe muss genug Wasser mit ausreichendem Druck liefern. Wir messen beides vor Ort und planen die Zonen so, dass jeder Regner seine volle Wurfweite erreicht.

Wasserqualität

Grundwasser enthält in Teilen von Berlin und Brandenburg viel Eisen und Mangan. Das setzt Düsen zu und färbt Pflaster rötlich. Ein Filter und eine Wasseranalyse helfen.

Anzeige und Erlaubnis

Für eine Brunnenbohrung gelten Anzeige- oder Erlaubnispflichten: in Berlin bei der Wasserbehörde, in Brandenburg bei der Unteren Wasserbehörde des Landkreises.

Die Bohrung selbst übernimmt ein Brunnenbauer. Wir planen die Beregnungsanlage passend zur Leistung Ihres Brunnens, auch wenn er schon vorhanden ist.

Kombinieren

Das Beste aus beiden Welten.

Viele Anlagen nutzen zuerst Regenwasser und schalten erst bei leerem Speicher um. So bleibt der Garten auch im Hochsommer grün, und Trinkwasser fließt nur, wenn es nicht anders geht.

ZisterneRegenwasser wird zuerst genutzt
Steuerungerkennt den leeren Speicher und schaltet um
Brunnen oder HauswasserHauswasser nur über freien Auslauf
BeregnungRasen, Beete und Hecken bekommen ihr Wasser

Welche Kombination für Ihren Garten passt, klären wir bei der kostenlosen Beratung vor Ort. Was eine Anlage teurer oder günstiger macht, steht im Ratgeber Kosten.

Häufige Fragen

Brunnen und Zisterne, kurz beantwortet.

Kann ich meinen vorhandenen Brunnen für die Beregnung nutzen?

Meist ja, wenn Fördermenge und Druck passen. Wir messen beides vor Ort und planen die Zonen danach. Reicht die Leistung nicht, kann eine stärkere Pumpe helfen.

Reicht eine Zisterne für den Rasen?

Für große Rasenflächen im Hochsommer oft nicht. Sinnvoll ist eine Kombination: Regenwasser für Beete und Hecken, für den Rasen bei Bedarf Brunnen oder Hauswasser.

Was tun gegen Eisen im Brunnenwasser?

Ein passender Filter vor der Anlage schützt Düsen und Ventile. Bei sehr eisenhaltigem Wasser empfehlen wir eine Wasseranalyse, bevor die Anlage geplant wird.

Darf ich Regenwasser mit dem Trinkwasser verbinden?

Nein, nie direkt. Trinkwasser darf in eine Zisterne nur über einen freien Auslauf nachgespeist werden, damit kein Regenwasser in das Trinkwassernetz gelangen kann.

Muss die Pumpe im Winter geschützt werden?

Ja. Pumpe und Leitungen werden bei der Winterfestmachung entleert und die Pumpe bei Bedarf frostfrei gelagert.

Ihre Wasserquelle

Brunnen, Zisterne
oder Hauswasser?

Wir prüfen vor Ort, welche Wasserquelle für Ihren Garten am meisten Sinn ergibt.